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Neue Indication Géographique für Laguiole-Messer

Der Name Laguiole steht seit Jahren für französische Messer mit Charakter. Gerade diese Bekanntheit hat jedoch auch eine Schattenseite, denn der Name wird oft für minderwertige Imitationen verwendet. Die neue Indication Géographique „Couteau de Laguiole“, kurz IG Couteau de Laguiole, sorgt für mehr Klarheit. Diese offizielle Herkunftsangabe zeigt, dass ein Messer strenge Anforderungen in Bezug auf Herkunft, Herstellung und Verarbeitung erfüllt und tatsächlich mit der Region rund um Laguiole verbunden ist.

Was ist die Indication Géographique?

Laguiole-Messer erhalten eine offizielle französische Herkunftsbezeichnung: die Indication Géographique „Couteau de Laguiole“. Damit wird der Name stärker mit seinem Ursprung verbunden, nämlich der Region rund um das Dorf Laguiole im Norden von Aveyron.

Solche geografischen Schutzbezeichnungen kennst Du vielleicht von Produkten wie Champagne oder Roquefort. Der Name steht dabei nicht nur für einen Stil, sondern auch für Herkunft und Herstellungsweise.

Für Laguiole-Messer gilt das nun ebenfalls. Ein Messer darf diese Bezeichnung nur tragen, wenn es klar definierte Anforderungen erfüllt. Es muss vollständig in einem Umkreis von 30 km rund um Laguiole gefertigt werden. Das umfasst mehr als nur die Endmontage. Auch die Herstellung der Teile, die Montage, die Bearbeitung des Griffs und das Schärfen der Klinge müssen dort stattfinden. Die typische Biene oder Fliege auf der Feder wird zudem von Hand geschmiedet und gefeilt.

Auch der Hersteller muss bestimmte Kriterien erfüllen. Nur zertifizierte Hersteller, die Mitglied der SFACL sind, dürfen die Bezeichnung verwenden. Am 14. April 2025 erhielt der erste Hersteller innerhalb dieser Vereinigung die Zertifizierung durch Certipaq.

Für Dich bedeutet das mehr Transparenz: Ein Laguiole-Messer mit dieser Kennzeichnung erfüllt strenge Anforderungen.

Forge de Laguiole Taschenmesser auf einer Holzoberfläche und einem weißen Tuch, mit sichtbarer Indication Géographique auf der Klinge und als grafisches Element im Bild.

Warum ist das wichtig?

Der Name Laguiole ist weltweit bekannt. Das ist positiv, sorgt aber auch für Verwirrung. Nicht jedes Messer mit der Bezeichnung „Laguiole“ stammt tatsächlich aus der Region. Manche Messer werden anderswo hergestellt, tragen aber denselben Namen oder Stil. Viele sogenannte Laguiole-Messer sind sogar günstige Kopien aus China. Sie greifen den bekannten Namen und die typische Optik auf, haben aber nichts mit dem französischen Handwerk zu tun, für das Laguiole steht.

Mit der neuen Indication Géographique wird das deutlich klarer. Die Bezeichnung schützt das Handwerk der Hersteller aus der Region und hilft Dir, besser zu erkennen, was Du kaufst. Ein „echtes“ Laguiole-Messer ist nämlich mehr als nur eine bekannte Form mit der kleinen Biene auf dem Rücken. Es ist ein Stück französischer Messerkultur, gefertigt mit Sorgfalt, handwerklichem Können und viel Handarbeit.

Woran erkennst Du die neue Kennzeichnung?

Die Indication Géographique ist nicht nur auf dem Zertifikat sichtbar, das dem Messer beiliegt. Auch das Messer selbst erhält eine physische Markierung. Diese wird dauerhaft im Stahl am Klingenansatz zwischen Schneide und Griff angebracht. So ist die Herkunft direkt am Messer erkennbar und überprüfbar.

Aktuell findest Du diese Markierung vor allem bei Laguiole-Messern von Forge de Laguiole. Dieses Unternehmen ist im Dorf Laguiole ansässig und fertigt seine Messer in der eigenen Werkstatt. Die neue Kennzeichnung passt daher perfekt zu dem, wofür Forge de Laguiole seit Jahren steht: echtes, lokales Handwerk. Möglicherweise folgen auch andere Marken wie Laguiole en Aubrac mit dieser Kennzeichnung für bestimmte Modelle. Schritt für Schritt wird die Herkunft authentischer Laguiole-Messer so immer transparenter.

Warum hat noch nicht jedes Messer diese Kennzeichnung?

Eine solche Veränderung geschieht nicht von heute auf morgen. Produktion, Lagerbestände und Lieferungen laufen wie gewohnt weiter, und einige Serien sowie Produkttypen sind von dieser Kennzeichnung ausgenommen. Daher kann es vorkommen, dass Du ein Laguiole-Messer ohne diese neue Kennzeichnung erhältst.

Das bedeutet nicht, dass das Messer nicht echt ist. Gerade in dieser Übergangsphase ist es wichtig, das zu wissen. Die Kennzeichnung wird schrittweise eingeführt. Gleichzeitig passen wir auch unsere Produktbilder an, damit sie die neue Kennzeichnung, wo möglich, deutlich zeigen. Auch das braucht Zeit. Das Fehlen der Kennzeichnung auf dem Messer oder auf den Produktbildern sagt also nicht automatisch etwas über die Echtheit des Messers aus.

Was bedeutet das für Dein Laguiole-Messer?

Kaufst Du ein Laguiole-Messer bei Knivesandtools, entscheidest Du Dich für ein authentisches Produkt. Wir beziehen unsere Messer direkt von Forge de Laguiole und wissen genau, woher sie kommen.

Dein Messer kann die neue Indication Géographique-Markierung bereits tragen oder noch nicht. In beiden Fällen garantieren wir Dir, dass Du ein echtes Laguiole-Messer erhältst.

Ein wichtiger Schritt für französisches Handwerk

Die offizielle Anerkennung der IG Couteau de Laguiole ist nicht ohne Diskussionen zustande gekommen. Parallel gab es ein konkurrierendes Projekt der CLAA, das eine geografische Angabe für zwei verschiedene Regionen vorsah. Im Juli 2024 entschied das Berufungsgericht in Aix-en-Provence zugunsten der SFACL, also der Vereinigung der Laguiole-Messerhersteller aus Aveyron. Die CLAA hat anschließend Berufung eingelegt, sodass die rechtliche Diskussion noch nicht vollständig abgeschlossen ist.

Das ändert jedoch nichts an der Bedeutung dieser Kennzeichnung. Sie ist ein wichtiger Schritt nach vorne. Für die Hersteller, weil ihr Handwerk besser geschützt wird, und für Dich als Liebhaber, weil die Herkunft eines Laguiole-Messers künftig noch klarer erkennbar ist. Die Kennzeichnung schützt nicht nur ein Messer, sondern auch eine Region, ein Handwerk und eine Identität.

Möchtest Du mehr erfahren? Lies hier, wie Du ein gefälschtes Laguiole-Messer erkennst.

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